Making of ...
… oder wenn einen die Muse küßt
Als ich diese Kollektion kreierte, war ich von so manchen Einflüssen inspiriert. Das Design hatte sich von Anfang an ständig etwas verändert und entwickelt. Je nach derzeitiger Muse.
Eines Nachts, als ich eine Wand meiner Küche mit Ornamenten verzierte und mir dabei meine sehr charakterstarke, kleine schwarze Katze interessiert zusah, dachte ich, dass in ihr auch ein kleiner (liebenswerter) Teufel steckt. (Die Gründe warum ich das über sie dachte, darf ich leider hier nicht preisgeben. Das habe ich ihr versprochen ...)
Jedenfalls … aus dieser Inspiration heraus, bekam diese Katze, namens Pipi, einen exorbitanten Platz in der Kollektion. Um Pipis Inneres nach außen sichtbar zu machen, habe ich ihr ein Teufelsschwänzchen verpasst …
Der Entwurf war fertig und ging in die Produktion. Eines Tages bekam ich das Muster zur Begutachtung zurück und legte es am Boden aus, um es zu prüfen. Katze Pipi war auch gleich zur Stelle und nahm erst neben dem Tuch Platz, um augenscheinlich ebenfalls einen Blick darauf zu werfen. Ich besprach mit meiner Assistentin das Tuch, als Pipi plötzlich aufstand und zielstrebig genau auf die Stelle zuging, auf der im Tuch die Katze abgebildet ist. Sie setzte sich ganz selbstverständlich, prompt auf diesen Fleck und fing an, sich zu putzen. So als wollte sie damit unterstreichen, dass ja klar ist, SIE ist das und sonst niemand …
Hätte man von ihr gefordert, sich dort hinzusetzen, hätte sie es niemals getan.
Meine Assistentin und ich waren mehr als platt! Wir tauschten nur verwundert die Blicke …
Im wahrsten Sinne des Wortes: "der Teufel steckt oft im Detail" oder "eben einfach alles etwas teuflisch hier!"
Die Designerin
